IHRE AUSWAHL: NEWSLETTER No.22 ALLE THEMENTAGE

Toyota Collection: Tag des Amateursports am Samstag, 7. März 2020!

Toyota Collection: Tag des Amateursports am Samstag, 7. März 2020!

Public Opening – Motorsport in faszinierender Vielfalt für adrenalinhaltige Gefühle

Endlich sendet der Frühling seine Vorboten und alle Amateursportler fiebern dem Saisonstart entgegen. Ob Rundstrecke, Rallyepiste, Bergrennen, Slalomparcours, Drift-Challenge oder Trophy und Trial, die Welt des Racings ist für Freizeitsportler ebenso verlockend vielfältig wie für Motorsport-Profis. Anlass für einen adrenalinhaltigen Tag des Amateursports in der Toyota Collection, bei dem am Samstag, 7. März 2020 von 10 bis 14 Uhr legendäre Rennwagen aus den unterschiedlichsten Championaten beschleunigte Gefühle garantieren. Aber auch eine informative Diskussionsrunde mit Amateuren und Motorsport-Profis über die Möglichkeiten dieses Freizeitsports gehört dazu. Eintritt und Parkplatz sind beim Public Opening der Toyota Collection wie immer frei.

Tatsächlich bietet der Tag des Amateursports in der Toyota Collection ein prallvolles Programm, das jedem Gast genügend Treibstoff für Motorsport-Träume liefern wird, vielleicht aber auch bei dem einen oder der anderen konkrete amateursportliche Ambitionen freisetzt. Schließlich bietet Toyota an diesem ersten März-Wochenende einmaliges, wie die exklusiven Einblicke in die heiligen Hallen des Toyota Motorsport Museums mit den schnellsten Toyota Rennwagen aller Zeiten. Dabei sind Le-Mans-Boliden wie der TS020 von 1998 oder der TS030 Hybrid aus dem Jahr 2012, aber auch ein Formel-1-Fahrzeug, mit dem Toyota einst in der Königsklasse antrat. Hinzukommen Rallyeautos, die nach dem Titel griffen, darunter sogar Supercars aus der überstarken Gruppe B der 1980er Jahre. Informationen zur Anmeldung dieser streng limitierten Plätze gibt es auf der Facebookseite der Toyota Collection: www.facebook.com/ToyotaCollectionDeutschland

Zu einer Zeitreise mit tempogeladenen Toyota Rennern für Windschattenspiele und Kurvenkämpfe lädt außerdem die Toyota Collection ein. In deren Ausstellungshalle sind Langstrecken-Rennwagen wie ein Toyota TS050 Hybrid Showcar aus der Saison 2016/17 zu entdecken oder ein Toyota GT-One, der mit 352 km/h die höchste 1999 in Le Mans gefahrene Geschwindigkeit erreichte. Zur Ausstellung zählen außerdem Formel-1-Triebwerke, ein Formel-Fahrzeug oder ein Corolla WRC von 1998. Vor allem jedoch sind es natürlich schnelle Amateur-Rennwagen aus mehreren Jahrzehnten, die im Jagdfieber nach Titeln und Meisterschaften damals wie heute unterwegs sind. Energiebündel, die jeden Besucher begeistern werden: Von einem Toyota Land Cruiser aus einer Trial-Serie, über Yaris Cup-Fahrzeuge bis zu Überraschungsgästen ist alles dabei.

Hinzu kommen legendäre Serienmodelle, die die Basis für Drift-Challenge-Racer lieferten wie das Kult-Coupé Corolla AE86 mit Hinterradantrieb oder der auch von Privatteams eingesetzte Toyota Supra MK IV. Und die Celica zeigt sich nicht nur in der von Rallye-Weltmeister Carlos Sainz optimierten Sonderedition, sondern als schlichtes frühes Coupé mit Hinterradantrieb aus den 1970ern, auf dessen Basis es von Freizeitsportlern für den Pisteneinsatz nachgeschärft wurde. Eine große Bedeutung im Breitensport kam dem 1978 von Toyota Deutschland initiierten und hoch dotierten Starlet-Cup zu. Die Großserientypen für diesen fünf Jahre ausgefahrenen Rallye-Nachwuchs-Wettbewerb finden sich ebenfalls in der Toyota Collection – und sind hautnah, ohne störende Absperrungen zu erleben. Kein Motorsportfestival ohne Action, dafür sorgt beim Tag des Amateursports ein aus der VLN-Langstreckenmeisterschaft berühmt-berüchtigter Toyota GT86, den die Toyota Motorsport GmbH auf eindrucksvolle Demofahrten schickt.

Klar, dass diese hochkarätigen Sportgeräte, den Wunsch nach eigenen Amateursport-Aktivitäten wecken oder verstärken können. Deshalb empfiehlt sich der Besuch einer Diskussionsrunde mit erfahrenen Amateursportlern und Motorsport-Profis, die in der Toyota Collection nützliche Infos über Talentschmieden und die möglichen Stationen einer Amateursportkarriere vom Kartsport über Slalom und Marken-Cups bis zu den ganz großen Championaten geben. Moderiert wird diese Gesprächsrunde von der Toyota Seriensiegerin und zweifachen Damen-Weltmeisterin Isolde Holderied. Aber auch Gerd Dicks, lange Jahre zuständig für die Motorenentwicklung bei Toyota Motorsport, ist dabei und wird in der Toyota Collection von seinen Abenteuern mit Rallye-Weltmeister Björn Waldegaard bei der Staub- und Schlammschlacht der Safari-Rallye erzählen. Von vielen spannenden Rallyetaxifahrten mit einem Toyota Corolla WRC berichtet dagegen Philip Geipel. Der Sohn des erfolgreichen Rallyefahrers Uwe Geipel kann zudem einen Hauch vom Geist des Eifel Rallyefestivals in die Toyota Collection transferieren, denn in der Eifel feierten die Zuschauer den von Uwe Geipel in Szene gesetzten Corolla WRC zuletzt ganz besonders stürmisch.

Bei so viel temporeicher sportlicher Hochspannung bleiben Hunger und Durst nicht aus. Deshalb liefert ein Cateringdienst erfrischende Getränke, Hot Dogs, warme Waffeln und andere stärkende Snacks. Schließlich wartet auch die reguläre Ausstellung der Toyota Collection auf eine Besichtigung, insgesamt 75 klassische Toyota Serienfahrzeuge, technische Schnittmodelle und Studien aus sechs Jahrzehnten gibt es zu entdecken. Hinzu kommen eine große Toyota Modellauto-Sammlung sowie zeitgeistige Werbemotive aus 50 Jahren Toyota in Deutschland. Kostenlose, von Experten geführte Rundgänge vermitteln dabei interessante Hintergrundinfos zu allen Highlights der Toyota Collection.

Vor den Toren der Ausstellungshalle wird außerdem das allmonatliche spontane Treffen von Fahrzeugen aus der Toyota-Fanszene erwartet. Auch mancher Neo- und kommende Klassiker könnte wieder darunter sein, verfügt doch die Marke Toyota über die meisten Automobilfans in Deutschland, wie gerade erst eine repräsentative Studie des Marktforschungsunternehmens 2HMforum ergeben hat. Wer Tipps für die Pflege seines Klassikers benötigt, kann die Gelegenheit zu Benzingesprächen mit der Community nutzen. Für das Thema Teileversorgung sind selbstverständlich wieder die Spezialisten von Toyota Classic Parts vor Ort.

Schon jetzt zum Notieren ein Save-The-Date des nächsten Thementags in der Toyota Collection: Am Samstag, 4. April 2020 wird „Mister Two“, der legendäre, zweisitzige Mittelmotorsportler Toyota MR2 seine Geschichte erzählen, dies in Zusammenarbeit mit dem MR2 Club Nederlands. Teilnehmen werden Fahrzeuge aller MR2 Generationen, also frühe keilförmige Klappscheinwerfer-Coupés ebenso wie späte, rassige Roadster, aber auch Sonderanfertigungen.

Reichlich Spannung und Spaß, auch für Familien, ist also garantiert. Das hat Anfang Februar auch der Techniktag der Toyota Collection gezeigt. Hunderte Gäste zeigten sich begeistert über neue Einblicke in Technologiesprünge bei Toyota, frühe Ausflüge in alternative Antriebe oder anschaulich demonstrierte moderne Wasserstoff-Technik. Aber auch die klassischen Toyota Modelle standen im Mittelpunkt dieses Techniktags. So gab es handfeste Tipps zur Restauration von Young- und Oldtimern. Ein besonderer Höhepunkt war eine exklusive Preview des neuen leistungsstarken Allradsportlers Toyota GR Yaris. Gerade erst hatte Toyota den GR Yaris auf dem Tokyo Auto Salon als neuen Sportwagen für Rennstrecke und Straße vorgestellt, da war der von der Motorsportabteilung Toyota Gazoo Racing (TGR) entwickelte Kleinwagen schon gefeierter Stargast in der Toyota Collection.

Aktuelle Nachrichten über die Toyota Collection und Detail-Informationen zu Events und Exponaten gibt es auch per kostenlosem Newsletter, eine Anmeldung ist unter www.toyota-collection.de möglich.für jeden Motorsportfan etwas dabei.


Die Top Five der Toyota Racing-Ikonen aus dem Amateursport

Wissen zum Weitergeben!

Die Top Five der Toyota Racing-Ikonen aus dem Amateursport

Toyota und Rennsport, das ist eine seit über 60 Jahren währende hochemotionale Beziehung, die von unzählig vielen Triumphen und einigen wenigen, unvermeidbaren Tragödien bestimmt wurde. Ob bei der Rallye-Weltmeisterschaft, dem Langstreckensport, den NASCAR-Rennen, der CART-Serie, der Formel 1, Formel 3 oder in Le Mans, in Dakar, auf dem Nürburgring – wohl kaum ein Hersteller hat sich stärker engagiert im hochkarätigen Motorsport als Toyota. Die Begriffe Toyota und Talentförderung im Breitensport gehören aber ebenso eng zusammen: Rallye, Rundstrecke, Slalom, Bergrennen, Trophy, Trial, Drift. Für viele Amateur-Racer sind die ebenso schnellen wie zuverlässigen Toyota Rennwagen das Maß der Dinge im Wettbewerbsumfeld.

Eine Auswahl der legendärsten Toyota Rennwagen, Motorsport-Prototypen und Homologationsfahrzeuge ist in der Toyota Collection hautnah zu erleben, aber auch viele Serienfahrzeuge, die wie das Corolla Coupé AE86 oder der Starlet als technische Basis für schnelle Amateursport-Racer genutzt wurden, gibt es zu entdecken. Jeder Typ aufregender und erfolgreicher als der andere. Nutzen Sie doch das nächste Public Opening der Toyota Collection für eine anregende Diskussion in der Community, welcher Pulsbeschleuniger die größte Bedeutung für die Amateursportszene hat – und wählen Sie Ihren persönlichen All-Time-Favourite. Hier zum Staunen, Wundern und Weitererzählen die Top Five der wichtigsten Toyota Racer im Breitensport:

Amateursport-Ikone Nr. 5: Toyota Sports 800 (plus Toyota 2000GT)
Er ist Urahn eines verzweigten Stammbaums aus über 80 Sportcoupé-Modellreihen, die Toyota bis zu den heute aktuellen Typen GT86 und GR Supra präsentierte. Dem winzigen Toyota Sports 800 genügten 1965 gerade einmal 38 kW/52 PS aus einem luftgekühlten Zweizylinder-Boxermotor, um in den Schauräumen japanischer Händler einen Hype zu entfachen, der dem eines süddeutschen Supersportlers kaum nachstand. Von Anfang an dabei war ein Targadach mit abnehmbarem Mittelteil, das den Sports 800 zum Rivalen europäischer Roadster machte und den Racing-Ambitionen des auch bei Amateuren überaus beliebten Toyota nicht entgegenstand. Entwickelt worden war der Sports 800 aus dem Kleinwagen Publica, von dem er auch das verwindungssteife Fahrwerkskonzept übernahm. In Kurvenkämpfen und kontaktfreudigen Auseinandersetzungen mit anderen Kraftzwergen wusste sich der Sports 800 durchzusetzen, schließlich brachte das Coupé nur 580 Kilogramm auf die Waage, die sich auf kompakte 3,58 Meter Fahrzeuglänge verteilten. So distanzierte der 155 km/h schnelle Sports 800 beim 500-Kilometer-Rennen von Suzuka 1966 alle europäischen und asiatischen Minis, vor allem aber die weit leistungsstärkeren Rivalen Prince Skyline GT, Nissan Fairlady und Triumph TR4. Zugute kam dem von Shihomi Hosoya pilotierten Toyota Sports 800 ein geringer Benzinverbrauch von nur 9,0 Liter auf 100 Kilometer, der jeglichen Tankstopp auf der Marathon-Distanz überflüssig machte.

Endgültig in die Geschichtsbücher eintragen konnte sich der Toyota Sports 800 mit einem Dreifachsieg in der GT-1-Klasse beim Japan Grand Prix 1966 und das gegen Superstars wie Lotus Elan und Porsche 911. Keine Überraschung, dass der Sports 800 nun auch bei Amateuren zum Kultracer avancierte. 1969 endete die Produktion des Sports 800, aber bei Privatfahrern blieb er noch über Jahre ein populäres Sportgerät. Übrigens sorgte der Sportler im Jahr 1977 noch einmal für Furore: Als zukunftsweisender Hybrid-Pionier, der im Versuch eine Gasturbine mit Elektromotor kombinierte.

Der Toyota Sports 800 war der konsequente Schritt weg von den hoch bauenden Toyopet Crown Limousinen, die bei Marathon-Rallyes und mit spektakulären Driftmanövern 1957 das frühe Fundament für das Toyota Motorsport Engagement setzten. Allerdings legte der Sports 800 in japanischen Rennserien nicht allein einen furiosen Start hin, denn er bekam Verstärkung durch den ersten japanischen Supersportwagen, den Toyota 2000GT. Diesem Gran Turismo gelang im Oktober 1965 unmöglich geglaubtes: Schon zwei Jahre vor Serienstart schrieb der spektakulär gezeichnete 2000GT als schnellster Samurai Automobilgeschichte. Zunächst mit drei Welt- und 13 Klassenrekorden bei Hochgeschwindigkeitstests in Yatabe bei Tokio, 1966 dann mit weiteren Weltrekorden für 15.000-km- und 10.000-Meilen-Rennen und überdies durch eine ganz spezielle Motorsport-Karriere.

Statt eines Zweizylinders wie im Sports 800 arbeitete unter der Haube des 2000GT der weltweit modernste und leistungsstärkste Sechszylinder seiner Klasse mit zwei obenliegenden Nockenwellen und zentral in den hemisphärischen Brennräumen angeordneten Zündkerzen. Liebe zum Detail zeigten die 110 kW/150 PS oder als Motorsportversion 148 kW/200 PS abgebenden Maschinen sogar durch die mit schwarzem Schrumpflack überzogenen Deckeln der Nockenwellen. Dort kündeten in stolzen Lettern die Schriftzüge Toyota und 2000GT vom wilden Temperament eines Sportlers, der laut Fachpresse an den japanischen Donnergott Raijin erinnerte. So verschreckte der GT die versammelte Konkurrenz bereits bei seinem ersten Einsatz beim Japan Grand Prix in Fuji 1966.

Dort starteten zwei 2000GT in der Gruppe 6 – es war das erste Mal, dass bei dem Grand Prix Prototypen zugelassen wurden. Zwar fiel einer der beiden Toyota Prototypen mit technischen Problemen aus, der andere aber errang einen souveränen dritten Platz gegen damals bereits legendäre Hochleistungsrennwagen wie den Porsche Carrera 6. Nur einen Monat später erfolgte der nächste Anlauf beim 1.000-Kilometer-Rennen von Suzuka mit dem Ergebnis eines souveränen Doppelsiegs für die beiden Toyota 2000GT. In der Saison 1967 schienen die beiden Toyota 2000GT fast auf Sieg abonniert.

Ein spektakulärer Coup, der sogar die texanische Motorsport-Legende Caroll Shelby begeisterte. Für die Saison 1968 des SCCA (Sports Car Club of America) bereitete Shelby deshalb drei Toyota 2000GT vor, die in der Klasse C für Produktionswagen gegen Porsche & Co. antraten. Die nur rund 1.000 Kilogramm wiegenden 2000GT erstarkten durch neue Aluminium-DOHC-Zylinderköpfe auf 200 PS und konnten sich nun mit den siegverwöhnten Porsche 911 messen. Am Ende der Saison belegte ein von Scooter Patrick gefahrener 2000GT Rang zwei im Championat und ein von Dave Jordan pilotierter 2000GT folgte auf dem dritten Rang. Vor allem aber war Toyota nun in Amerika bekannt wie manche italienische Supercar-Marke und tatsächlich konnte es der 2000GT in den Fahrleistungen sogar mit V12 aufnehmen.

Und dann gab es noch einen ganz speziellen Toyota 2000GT, der als Dienstwagen von James Bond im Filmabenteuer „Man lebt nur zweimal“ globalen Kino-Ruhm erntete. Am 5. August 1967 gastierte dieser 2000GT im Rahmen des „Großen Preises von Deutschland“ auf dem Nürburgring. AvD-Präsident Alfons Fürst von Metternich raste mit Schauspielerin Karin Dor, im Film Bonds Widersacherin Helga Brandt, vor 450.000 Besuchern durch die Grüne Hölle.

Heute ist es übrigens der Toyota GR Supra, der die Gene des legendären Hochleistungssportwagens Toyota 2000GT in sich trägt und so auf Straße und Rennstrecke atemberaubende Agilität und Performance garantiert.

Amateursport-Ikone Nr. 4: Toyota Starlet
Breitensport und Markenpokale erfreuten sich in den 1970er Jahren auch in Deutschland immer größerer Beliebtheit, sei es von Ford, Volkswagen, Renault oder Alfa Romeo. Selbstredend, dass Toyota Deutschland bei diesen Publikumsfavoriten im Motorsportprogramm Flagge zeigte. Schließlich bringt gezielte Nachwuchsförderung regelmäßig große Champions im Rundstrecken- und Rallyesport hervor, überdies demonstrieren Amateur-Rennfahrer eindrucksvoll das Fahrspaßpotential von Volumenmodellen, die im Alltag eher als Familienfahrzeug oder Cityflitzer genutzt werden. So geschehen beim 1978 lancierten Toyota Starlet.

Dieses brave City-Car bewies, wie begehrenswert kleine Alltagshelden in der Rolle des Sportlers sein können. Tatsächlich war der serienmäßig mit effizientem 33 kW/45 PS leistendem 1,0-Liter-Benziner ausgerüstete Toyota optional auch mit damals vergleichsweise kräftigem 39 kW/54 PS-Aggregat lieferbar. Damit gelang dem 750 Kilogramm leichten Starlet der Sprint von null auf 100 km/h in nur 13,5 Sekunden – so viel Agilität boten 1978 nicht einmal alle süddeutschen Pemium-Limousinen. Vor allem aber bot der Starlet die Basis für Markenpokale, wie es 1978 sonst keine gab, das Doppel aus Toyota Starlet Cup und Toyota Starlet Spezial Cup.

Fünf Jahre lang wurde der von Toyota Deutschland ausgeschriebene Starlet Wettbewerb als einzige Nachwuchs-Rallyeserie in Deutschland ausgefahren, um dann dem Corolla Cup Platz zu machen. Hier wie dort rangen Amateure und wilde Youngster mit technisch fast identischem Fahrzeugmaterial gegeneinander, wobei die erste in Deutschland verkaufte Starlet Generation mit Hinterradantrieb besondere Driftqualitäten für packende Duelle bewies. Im internationalen Rallyesport errang der 3,68 Meter kurze und wenig über 700 Kilogramm wiegende Starlet sogar den Klassensieg bei der Tour d'Europe 1978. „Der Leistungs-Spurtler“ lautete deshalb ein Slogan für den zivilen Toyota Starlet in seiner Rolle als City-Flitzer. Die Umrüstung zum reinrassigen Sportler war erschwinglich und dank seines ebenso robusten wie dynamisch abgestimmten Fahrwerks erfreute sich der Rallye-Starlet unter den Piloten besonderer Popularität. Hinzu kam: Als erstes Modell der japanischen Marke vertraute der Starlet auf eine moderne, leichtgängige und direkt ansprechende Zahnstangenlenkung, die von Beginn an so zuverlässig arbeitete, wie es typisch für Toyota war und im Rennsport alles bot, was das Herz begehrte.

Während der Starlet Cup zu den höchst dotierten Markenpokalen zählte, gab es für den kleinsten Toyota mit Heckklappe aber noch weitere sportliche Spielfelder. Etwa Bergrennen, Slalom-Cups, Drift-Challenges und – wie schon beim Vorgänger Toyota Publica – Eisrennen, die mit Hinterradantrieb besonders viel Fun und Action garantieren. Auch wenn der Corolla – als AE86 mit Hinterradantrieb - im Cup-Sport direkter Nachfolger des Starlet wurde, gab es 2001 auch einen neuen Toyota Kleinwagen für den Breitensport, den Yaris.

Amateursport-Ikone Nr. 3: Toyota AE86 (plus Toyota GT86)
Er war der Driftmeister unter den Sportversionen der fünften Corolla-Generation. Mit dem Coupé AE86 kreierte Toyota ein bezahlbares Kultmodell für Straße und Strecke, das seine überragenden sportlichen Talente vor allem seiner Ausgewogenheit verdankte. Die Kombination von Frontmotor mit Hinterradantrieb – der eigens als Alternative zum Frontantrieb in den zivileren Corolla entwickelt wurde -, kompakte Abmessungen, geringes Gewicht und eine fast perfekte Achslastverteilung machten den Corolla Levin AE86 zur ersten Wahl für Privatfahrer bei Gruppe A, Gruppe N und regionalen Rallyes, Rundstrecken und Drift-Trophies sowie Markenpokalen.

Auch im Straßenalltag fuhr der fast 200 km/h schnelle Kompaktklässler ganz vorn mit. Den AE86 gab es in zwei Karosserien (Coupé und Liftback) und mit drei Modellnamen (Levin und Trueno in Japan sowie Corolla GT Coupé in Europa). Das mittelenglische Wort Levin bedeutet Blitz und der spanische Begriff Trueno steht für Donner – treffende Namen für einen traditionellen Renner, der moderne Frontantriebs- oder Allradsportler das Fürchten lehrte. Gleich groß bei allen Spezifikationen ist der Spaßfaktor auf der Suche nach immer schnelleren Kurven. Er ist der Corolla für Gänsehautmomente, denn diese Driftmaschine ist mit allem ausgestattet, was den Puls von Sportwagenfans beschleunigt. Obwohl die fünfte Corolla-Generation eigentlich auf Frontantrieb setzt, wählt Toyota für das 955 Kilogramm leichte Sportcoupé AE86 den klassischen Hinterradantrieb in Kombination mit einem drehfreudigen 16-Ventil-Triebwerk. Perfekt auch für Bergrennen und Slalom, bei denen die bezahlbaren japanische Zweitürer bis heute Bestzeiten bringen zur Freude ihrer Fans.

Klar, dass der Corolla Levin AE86 auch im japanischen Tourenwagensport der 1980er Jahre ein beliebtes Renngerät war. Zur Legende wurde der AE86 jedoch durch seine Vorreiterrolle bei Driftshows und Wettbewerben. Der wohl berühmteste aller AE86 ist das weiß-schwarze Modell aus dem Manga- und Anime-Klassiker Initial D aus dem Jahr 1995: Dieser Film erzählt die Geschichte von Takumi Fujiwara, einem Lieferwagenfahrer bei Tag und Driftingkönig bei Nacht. Und das Fahrzeug seiner Wahl glich dem Held vieler Komsolenspiele: ein AE86 Levin.

Der agile und bestens ausbalancierte AE86 zeigt sich noch heute vital wie in seiner Jugend, so brillierte ein Trueno unlängst auf der Nürburgring-Nordschleife – als letzte Challenge auf einer Marathon-Fahrt um den halben Globus von Malaysia in die Toyota Collection. Bis heute genießt die Zahl „86“ in Asien einen ikonenhaften Ruf vergleichbar der „911“ in Deutschland. Deshalb trägt auch der aktuelle Toyota GT86 in klassischem Sportwagenlayout diesen Typencode.

Inspiriert von den früheren Kultsportwagen von Toyota – wie dem 2000GT und dem AE86 – hatten die Entwicklungsingenieure nur ein Ziel vor Augen: das reine Fahrvergnügen auf Straßen und Rennstrecken. Mit dem GT86 besannen sie sich auf die bewährten Eigenschaften schneller Ikonen und zitierten durch das Layout aus Frontmotor und Hinterradantrieb, Boxermotor und kurvenreichem Design das Beste aus der motorsportlichen Vergangenheit von Toyota mit der Gegenwart.

Mit einem hochdrehenden, vorn eingebauten Benzinmotor, der die Hinterräder antreibt, einem niedrigen Schwerpunkt und einer leichten Karosserie bietet der GT86 ausgezeichnetes Fahrverhalten und überragende Reaktionszeiten – genau das, was bei der Jagd nach Bestzeiten notwendig ist. Als kleines Extra zieren kultverdächtige 86er-Plaketten das Lenkrad des GT86 und sogar die Auspuffrohre haben exakt 86 Millimeter Durchmesser – als Bezug auf den Entwicklungscode des Modells und auf Bohrung und Hub, die ebenfalls je 86 Millimeter messen. Erschwinglicher Fahrspaß auch für Amateur-Rennfahrer, das gibt es etwa durch den 2015 gelaunchten GT86 CS-R3, ein kostengünstiges Rallye-Fahrzeug für den Nervenkitzel des Wettkampfs, zum Beispiel bei der Rallye-Weltmeisterschaft.

Welches Potenzial das Sportcoupé besitzt, zeigte aber auch das 2012 von Gazoo Racing gelaunchte GRMN Sports FR Concept. Unter der langgezogenen Motorhaube arbeitete der 2,0-Liter-Boxermotor, der durch das Duo Turbolader und Kompressor von 147 kW/200 PS auf 235 kW/320 PS erstarkte. Das maximale Drehmoment verdoppelte sich sogar von 205 Newtonmeter auf exakt 421 Nm. Ein mächtiger Heckspoiler optimierte die Bodenhaftung des tiefergelegten Fahrzeugs und natürlich waren Überrollkäfig, Schalensitze und Vierpunkt-Renngurte selbstverständlich in diesem Showcar, das beim Goodwood Festival of Speed für Aufsehen sorgte.

Realer ist allerdings der von Toyota Motorsport in Köln konzipierte und verkaufte Rennwagen TMG GT86 CS-V3, der Privatfahrer mitten ins Herz trifft. Bietet dieser GT86 doch einen bezahlbaren Zugang zum Breitensport, mit allen Attributen für die das Sportcoupé berühmt ist. Also Agilität, Zuverlässigkeit und Effizienz, aber auch souveräne Fahrleistungen. Bei der VLN beweist der GT86 CS-V3 regelmäßig, wie schnell und zugleich kosteneffizient Amateure in diesem Toyota die Konkurrenz überraschen können und das mit Zeiten unter der 10-Minuten-Hürde. Vielfacher Klassensieger ist der GT86 CS-V3 außerdem, unter anderem beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Nicht nur in Deutschland, auch in anderen Teilen Europas und der Welt verfügt der GT86 über viele Fans. In Abu Dhabi wird sogar ein eigener Markenpol ausgetragen, der TRD 86 Cup.

Und dann gibt es da noch den Kampf um die Toyota Gazoo Racing Trophy: Dieser innovative Wettbewerb sucht den besten Toyota GT86 Fahrer – egal, wo dieser unterwegs ist: Rennfahrer duellieren sich mit Rallyepiloten; die Schotterpiste nimmt es mit Langstrecke und Rundkurs auf. Insgesamt 25 internationale Teilnehmer kämpften 2019 mit ihren Toyota GT86 um den erst zum zweiten Mal ausgetragenen Markenpokal. Vielseitigkeitskünstler ist das Sportcoupé also auch.

Amateursport-Ikone Nr. 2: Toyota Celica
Mit 4,2 Millionen verkauften Einheiten in 36 Jahren ist die Toyota Celica das bis heute erfolgreichste viersitzige Sportcoupé aus dem Land der aufgehenden Sonne. Schon die allererste Celica (Typ TA22/23) erreichte in für Coupés rekordverdächtig kurzer Zeit den Status des Produktionsmillionärs, denn diesen Meilenstein passierte die populäre Sportlerin bereits im Juni 1977. Ein Grund für diesen Hype: Der Ruhm auf Renn- und Rallyepisten, den die schönen, schnellen und vor allem fast unzerstörbar zuverlässigen Sportcoupés von Beginn an ernteten. Schon seit den frühen 1970er Jahren duellierte sich die Celica weltweit mit den renommiertesten Rallye-Champions. Als Gruppe 2 Rennwagen erzielte die Celica GT sogar Klassensiege beim 6-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Hinzu kam 1972 der erste Klassensieg bei einer internationalen Rallye, den Ove Andersson mit einer von Toyota in Japan aufgebauten Celica GT herausfuhr. Kurz danach fiel der Startschuss für den Aufbau eines langjährigen Rallyeprogramms, das ab 1975 vom Toyota Team Europe (TTE) mit Sitz im belgischen Waterloo geleitet wurde. Von nun an sammelten die zuverlässigen und schnellen Rallye Celica auch mit Privatteams endgültig Siege in Serie. Rallye-Geschichte schrieb damals das Toyota interne Duell Celica versus Corolla, denn TTE bereitete über Jahre beide Modelle für Weltmeisterschaftsläufe vor bis sich die Celica endgültig als noch kompetitiver als der Corolla erwies.

In der deutschen Rennsportmeisterschaft setzte das Team Schnitzer 1977/78 eine Celica Liftback der Gruppe 5 ein und dies in der Division 1 mit 2,1-Liter-Turbo-Vierzylinder und 412 kW/560 PS. Alternativ gab es noch einen kleineren 1,4-Liter-Treibsatz mit 279 kW/380 PS. Nur für die japanische Fuji-Serie entwickelt wurde dagegen 1973 eine Celica Turbo.

Welches Racing-Potential die zweite, ab 1978 gebaute Celica TA40 mitbrachte, bewiesen Pace Car Einsätze bei Grand Prix in den USA, Celica-Markenpokale, der Sieg beim 1979er Fuji Inter-200 Rennen in Japan und die vielen Titelgewinne der Celica bei nationalen Rallye-Championaten. In Deutschland wurde 1980 Achim Warmbold Deutscher Rallye-Meister auf Toyota Celica GT. Auch in der Rallye-WM zeigten von TTE präparierte Celica Flagge, aber es blieb bei Achtungserfolgen.

In der amerikanischen IMSA-Serie starteten ab 1979 Celica TRD in der GTU-Klasse, die zehn Siege in drei Jahren errangen. Besser lief es 1986 bis 1988 für GTO-Celica, die 18 Siege sammelten und Privatfahrer für dieses Toyota Coupé begeisterten.

Ihren ganz eigenen Regeln folgten die Celica Twin Cam Turbo auf Basis der 1981 vorgestellten dritten Celica-Generation mit zwei oben liegenden Nockenwellen, die die berühmt-berüchtige Gruppe B in der Rallye-WM aufmischten. Mit einem Mix aus bis zu 272 kW/370 PS starken Motoren und außergewöhnlicher Robustheit konnten sich diese hinterradangetriebenen Rallye-Racer regelmäßig gegen neue Allrad-Konkurrenten durchsetzen und in vier Jahren sechs von acht afrikanischen Rallyes gewinnen. Schon ein Sieg bei der Safari Rallye galt damals als Ritterschlag für Rallyeteams, aber gleich sechs Triumphe? Solche Superlative setzten nur Könige, weshalb die Celica von der Sportwelt zum inoffiziellen King of Africa inthronisiert wurde.

Die 1985 vorgestellte vierte Generation des Sportcoupés begeisterte mit einer Antriebsrevolution. Rallye-Fans ahnen gewiss schon, was geschah: Ja, die Celica GT-Four katapultierte die Toyota via Vierradantrieb souverän zu WRC-Siegen und Carlos Sainz auf den Thron des Rallye-Weltmeisters 1990. Es war der erste Fahrertitel für einen japanischen Hersteller. Dann ging es Schlag auf Schlag, denn dafür stand die 1989 aufgelegte fünfte Celica.

Als mindestens 213 kW/290 PS starke Toyota Celica GT-Four avancierte sie in der WRC zur fast unschlagbaren Größe, die 1992, 1993 und 1994 (als Celica T200) die damals unglaubliche Zahl von 16 Weltmeisterschaftsläufen gewann. Drei WRC-Fahrer-Weltmeisterschaften und zwei WRC-Weltmeistertitel 1993 und 1994 in der Herstellerwertung sprechen eine klare Sprache. Und noch ein sportlicher Triumph: Beim legendären Pikes Peak Bergrennen errang Rod Millen mit einer Toyota Celica Turbo GT den Gesamtsieg in der offiziellen Weltrekordzeit von 10:04:06 Minuten. Das aber bereits mit Celica No. 6, die 1993 ihren zivilen Einstand gegeben hatte. Auch Tourenwagenrennen wie die japanische JGTC- und die amerikanische SCCA-Serie wurden in den 1990er Jahren von Toyota Celica dominiert. Privatiers liebten die Celica – und das rund um den Globus. Obwohl sich Toyota Mitte der 1990er Jahre aus der Rallye-WM zurückzog, blieben von Amateuren eingesetzte Celica in verschiedenen Renn- und Rallyeserien, aber auch Drift-Challenges, Slalom- und Cup-Serien noch über viele Jahre eine Macht.

Amateursport-Ikone Nr. 1: Toyota Yaris
Fünf Jahre lang garantierte der Toyota Starlet Cup im Breitensport Hochspannung, dann waren größere Toyota Modelle wie der Corolla unterwegs auf der Jagd nach Titeln und Trophäen. Ein Comeback im Motorsport feierten Toyota Kleinwagen aber 2001. Der in verschiedenen Ländern ausgetragene Toyota Yaris Cup bot dem Nachwuchs die Chance, in kontaktfreudigen Kurvenkämpfen und Windschattenspielen den erfolgreichen Griff nach dem Titel trainieren. Als Fahrzeug kam der Yaris mit 1,3-Liter-Vierzylinder zum Einsatz, allerdings mit respektablen 87 kW/118 PS Leistung. Für bessere Bodenhaftung sorgte ein Rennfahrwerk und das Fünfganggetriebe wurde in der Gesamtübersetzung kürzer abgestimmt. In Deutschland wurde der Yaris Cup bis 2006 im Rahmen der Rennserie Beru Top 10 ausgetragen. Das Ganze zu erschwinglichen Kosten, denn Fahrzeug und Einschreibekosten für die Rennserie kosteten komplett nicht mehr als etwa 22.000 Euro.

Das Bessere ist bekanntlich des Guten Feind und so schickte Toyota 2006 die zweite Generation des Yaris ins Rennen um die Gunst der Kleinwagenfans. Größer und geräumiger als sein Vorgänger, aber erneut erfrischend eigenständig in der Masse der Cityflitzer, avancierte dieser wieder im südfranzösischen Toyota Entwicklungszentrum ED2 entworfene Yaris zum Fahrspaßgaranten. Beim 2007 ausgetragenen Yaris Langstrecken-Cup, ausgefahren im Rahmen des VLN-Langstreckenpokals auf der Nürburgring-Nordschleife, leisteten die Renner 92 kW/125 PS bei 7.800 Umdrehungen. Toyota startete mit dem Yaris Langstreckencup in der Klasse Specials 1 (SP1) bis 1400 ccm Hubraum und garantierte beachtliche Preisgelder. In der ADAC Procar-Serie ging 2008 zudem das private Yaco Racing Team mit Yaris und Corolla an den Start.

Nur Minicars mit Kultstatus schaffen es auf die weltgrößte Tuningmesse SEMA in den USA: Entsprechend enthusiastisch gefeiert wurde dort 2008 der erste Autritt eines Yaris als Clubracer-Concept vom Tuning-Spezialisten Five Axis.

Technische Perfektion und pure Leidenschaft vereinte der 2018 vorgestellte Toyota Yaris GRMN als schnellster jemals mit Straßenzulassung gebauter Yaris. Mit dem 156 kW/212 PS starken Kompaktsportler GRMN – das Kürzel steht für Gazoo Racing Meister of Nürburgring – feierte Toyota die 2017 erfolgte Rückkehr in die FIA Rallye-Weltmeisterschaft nach rund 17-jähriger Abstinenz. Auf den WRC-Pisten, die zu den extremsten Rennstrecken der Welt zählen, etablierte sich der Yaris WRC sofort in einer Favoritenrolle. Unter der Motorhaube des Yaris WRC arbeitete ein 1,6 Liter großer Vierzylinder-Turbo-Benziner mit mehr als 279 kW/380 PS Leistung und über 425 Nm Drehmoment – genug Leistung für das Toyota GAZOO Racing World Rally Team, um schon im zweiten Jahr nach dem Comeback den WM-Titel in der Herstellerwertung zu holen. 2019 wurde es dann mit Ott Tänak die Fahrerweltmeisterschaft. Für Toyota ist es bereits der fünfte WM-Fahrertitel, zuletzt gelang Didier Auriol im Toyota Celica GT-Four dieses Kunststück 1994.

Beerbt wird die Celica GT-FOUR im Jahr 2020 außerdem vom Toyota GR Yaris als erstem neuen Allrad-Homologationsmodell für die WRC seit Produktionseinstellung der Celica GT-FOUR im Jahr 1999. Schon jetzt ist klar: Als 4x4-Kraftzwerg mit den Genen eines Rallye-Weltmeisters ist auch dem neuen Toyota GR Yaris Kultstatus sicher – zumal der GR Yaris mit einem GR-FOUR Logo am Heck seinem legendären Vorfahren Referenz erweist und Motorsporterlebnisse für Amateure ermöglicht.


Aller Racing Anfang war in Australien

Wussten Sie schon?

Aller Racing Anfang war in Australien

Vielfacher Rallye-Weltmeister und Langstrecken-Champion sowie Le-Mans-Sieger, aber auch Formel-1-Herausforderer und Seriensieger in amerikanischen Rennserien, diese Erfolge haben Toyota zu einer weltweit gefeierten Ikone unter den großen Motorsport-Marken gemacht. Als Hersteller, der so viele Kapitel Motorsport-Geschichte schreibt, misst Toyota der Talentförderung und dem Amateursport von Beginn an große Bedeutung bei. Pioniere unter den Marken-Pokalen wie der legendäre deutsche Toyota Starlet-Cup von 1978 oder die frühen Siege privater Toyota Celica etwa bei der Tour d’Europe, vor allem aber der Yaris-Cup sind Ihnen als ausgewiesenem Toyota Fan und regelmäßigem Besucher der Toyota Collection wahrscheinlich bereits bekannt. Aber wissen Sie auch, wie der Motorsport bei Toyota seinen Anfang nahm?

Falls nicht, sollten Sie an der hier folgenden temporeichen Zeitreise teilnehmen, zurück ins Jahr 1957. Anschließend können Sie die Community, Freunde und Familie mit spannenden Fun Facts versorgen über die Toyota Crown, die frühen japanischen Kronjuwelen in der Königsklasse der Nachkriegs-Rallyeszene. Waren es doch zuerst internationale Langstrecken-Rallyes, in denen Toyota Modelle Zeichen setzten als fast unzerstörbar robuste und überaus rasante Racer, so wie sie die Welt von der jungen Automobilnation Japan damals noch nicht erwartete. Mitte der 1950er Jahre befand sich das Land der aufgehenden Sonne mitten in der Phase des wirtschaftlichen Wiederaufbaus und der Überwindung der Folgen des Zweiten Weltkriegs, so dass Sportwagen keineswegs auf der industriepolitischen Prioritätenliste standen. Andererseits lassen sich manchmal auch konventionelle Limousinen in hochkarätige Sportgeräte verwandeln und exakt so setzte Toyota die Initialzündung zu seinem folgenden motorsportlichen Feuerwerk.

Ganze 35 kW/48 PS aus einem 1.453 cm³-Vierzylinder genügten dem Urvater aller Toyota Motorsportmodelle, dem Toyota Crown, um 1957 zu einem sportlichen Marathon-Rennen zugelassen zu werden, bei dem leistungsstarke Briten, Amerikaner und Australier das Tempo vorgaben. Das japanische Generalkonsulat in Australien hatte Toyota aufgefordert, sich an der 14.480 Kilometer langen Challenge rund um den fünften Kontinent zu beteiligen. Ein japanischer Erfolg bei dieser vom 21. August bis zum 8. September ausgetragenen Rallye sollte die Weltpresse auf die internationale Konkurrenzfähigkeit von Industrieprodukten aus Nippon aufmerksam machen und so für Toyota die Tür zu künftigen Exporterfolgen in Australien, Amerika und Europa öffnen.

Tatsächlich stand der 1955 lancierte Crown nicht nur am Anfang der Toyota Motorsporthistorie mit professionellen wie privaten Fahrern sondern auch für den Start des globalen Toyota Erfolgs – und in gewisser Hinsicht am Beginn der weltweiten Erfolgsgeschichte der gesamten asiatischen Automobilindustrie. Denn der Toyota mit der Krone war der erste Pkw überhaupt, der ohne jegliche westliche Lizenz, Einflüsse oder Inspiration von den Reifen bis zum prächtigen Glashaus, kurz in jedem Bauteil „Created and made in Japan“ war. Mit dieser „All-Japanese Car Policy“ verfolgte Toyota nach dem Zweiten Weltkrieg eine Politik der Unabhängigkeit, die einzigartige Autos für Japan und die Straßen der ganzen Welt hervorbringen sollte. Der viertürige Botschafter dieser Mission bekam als König der Straßen das Logo der Krone und den Namen Crown. Verkauft wurde er unter der Marke Toyopet im Inland und als Toyota im Export.

Nach einigen rasch improvisierten Testfahrten in Japan trafen zwei seriennah gehaltene Crown Rallyefahrzeuge (mit Markenlogo Toyopet) an einem heißen Augusttag 1957 in Australien ein – und ernteten auf Anhieb enthusiastische Reaktionen von Publikum und Presse. Was einerseits daran lag, dass japanische Automobile in Australien bis dahin praktisch unbekannt waren, andererseits diese beiden Toyota so viel Solidität ausstrahlten, dass sich sofort Privatkäufer und auch Amateur-Motorsportler für die Samurai begeisterten.

Erwartungen, die nicht enttäuscht wurden. 19 Tage mit Staub, Schlamm, Schotter, Sand, Hitze und teilweise überfluteten Straßen: Es gab nichts, was die robusten Crown mit Starrachse aufhalten konnten. Trotz bescheidener Leistung verloren sie auch zu den bis zu drei Mal stärkeren Konkurrenten aus Amerika und England nie den Anschluss. Vor allem aber triumphierten die Toyopet in den Herzen der begeisterten Zuschauer und erstmals berichtete die internationale Presse ausführlich über den Autobauer Toyota: Passgenau zu der Anlandung der ersten Crown Exportfahrzeuge in Los Angeles/USA.

Den Sieg sicherte sich Toyota im Feld der 102 Konkurrenten beim „Round Australia Trial 1957“ noch nicht, aber das Ziel wurde erreicht und nur ein Jahr später gelang einem Toyopet Crown der Sensationssieg bei der „Around Japan Rally“. 1963 glänzte der Crown sogar auf dem berühmten Kurs von Suzuka beim ersten Japan Grand Prix, jetzt zählte Toyota endgültig zu den ernstzunehmenden Größen im Motorsport. Profis und Amateure setzten auf Crown, Corona und Publica, die sämtlich durch Zuverlässigkeit und Siegfähigkeit begeisterten. Was konnte da noch kommen? Japans erster reinrassiger Supersportwagen, der Toyota 2000GT, der 1964 projektiert wurde.


Toyota Collection





ICH MÖCHTE MEHR ÜBER DIE TOYOTA COLLECTION ERFAHREN


Sie haben Fragen oder möchten einen Termin mit Freunden, Bekannten oder Kollegen für eine Führung haben? Bitte füllen Sie das unten angefügte Formular aus und übersenden uns Ihr Anliegen auf dem schnellsten Weg.
Wir sammeln die benötigten Informationen bzgl. Ihrer Anfrage und setzen uns mit Ihnen in Verbindung.


KONTAKTIEREN SIE UNS AUCH GERNE TELEFONISCH:
(per E-Mail oder Telefon Mo.-Fr., 8:00 - 16:30 Uhr)