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Toyota Collection: Toyota MR2 virtueller Thementag am Samstag, 4. April 2020!

Toyota Collection: Toyota MR2 virtueller Thementag am Samstag, 4. April 2020!

Online-Opening – Ein Fest für „Mister Two“, Japans meistverkauften Mittelmotor-Sportler

Die Automobilgeschichte kennt viele verführerische Konzepte. Aber wohl nie wurde die Idee eines kurvenhungrigen japanischen Mittelmotor-Zweisitzers erfolgreicher umgesetzt als beim kompromisslos scharf gezeichneten Toyota MR2, den seine Fans deshalb sofort liebevoll „Mister Two“ nannten. Für die Toyota Collection Anlass, den meistverkauften asiatischen Mittelmotor-Sportler auch in diesem Jahr mit einem eigenen Thementag zu feiern – diesmal auf andere neue Art. Aus Vorsicht gegenüber Covid-19 gibt es für das monatliche Public Opening auf dem Gelände von Toyota Deutschland eine Pause. Stattdessen wird es am 4. April um 10:00 Uhr auf dem Facebook-Kanal der Toyota Collection eine virtuelle Führung durch die Fahrzeugsammlung geben. Im Mittelpunkt steht dann der MR2 der ersten Generation (W10): www.facebook.com/ToyotaCollectionDeutschland

Sämtliche großen Meilensteine aus der 23 Jahre währenden Erfolgsgeschichte des Mittelmotor-Athleten werden beim Online-Thementag der Toyota Collection in Szene gesetzt und die bunte Welt der aufregenden Highlights erklärt. Zum Kultauto gehypt wurde der hauteng wie ein Rennanzug geschnittene Zweisitzer schon als seriennahes Concept Car, das auf der Tokyo Motor Show 1983 als Publikumsfavorit gefeiert wurde. Schon wenige Monate später konnte der keilförmige Zweisitzer unter dem Typencode MR2 zu großen Erfolgen beschleunigen, denn dieser bezahlbare Sportwagen mit drehfreudigem 16-Ventil-Zylinder gab dem automobilen Alltag jenen Adrenalin-Kick, der süchtig macht. Auf das erste kompakte MR2 Coupé mit zeitgeistigen Klappscheinwerfern folgte 1990 eine etwas größere und leistungsgesteigerte Neuauflage mit typischem T-Bar-Roof und schließlich 1999 die dritte Generation als echter Roadster und reinrassiges Spaßgerät.

Klar, dass der dank ausgewogener Gewichtsverteilung in Kurven und Haarnadeln besonders agile Kraftsportler sein Spielfeld auch bei Rennen und Rallyes gefunden hat. Der wildeste MR2 aller Zeiten kommt von der Toyota Motorsport GmbH: Wenn es für die berühmt-berüchtigte Gruppe B in der Rallye-Weltmeisterschaft der 1980er Jahre eine Steigerung gab, dann war das die wenig bekannte, weil nur geplante Gruppe S. Für diese Rallyeserie entwickelte die Toyota Motorsport GmbH einen allradangetriebenen MR2 mit der Typenkennung 222D, unter dessen komplett hochklappbarem Fahrzeugheck ein 441 kW/600 PS starker 2,1-Liter-Turbomotor mit Trockensumpfschmierung arbeitete. Über ein Handrad im Cockpit des spektakulär gezeichneten und schwarz lackierten Prototyps konnte der Ladedruck stufenlos zwischen 1,3 und 1,5 bar verstellt werden. Leider konnte der 3,92 Meter kurze Keil nie auf Titelkurs gehen, denn die Rallye Gruppe S wurde wegen mehrerer tragischer Unfälle mit den gleichfalls überstarken Gruppe-B-Boliden im Vorfeld abgesagt.

Die Welt des Toyota MR2 ist schrill und spannend und voller adrenalinhaltiger Fakten. Wer sich einen Überblick über die gesamte spannende Geschichte des populärsten japanischen Mittelmotor-Zweisitzers verschaffen möchte, darf deshalb keines der Themenfelder verpassen, die beim Online-Day in der Toyota Collection anschaulich vermittelt werden und in bequemer, leichter und unterhaltsamer User-Experience angeboten werden.

Die Toyota Collection beherbergt alle bedeutenden Toyota Modellreihen und viele wichtige Sportwagen aus der über 80-jährigen Modellgeschichte des größten japanischen Automobilherstellers. Vom legendären Toyota 2000GT als erstem asiatischen Supercar, über die in sieben Generationen gebauten Celica Coupés, das Kultcoupé Corolla Coupé GT 16V AE86 mit klassischem Hinterradantrieb bis hin zum Supra als Speedsymbol auf Straße wie Strecke sind alle Toyota Sportwagen ausgestellt. Sogar reinrassige Rennwagen und Weltmeister gehören dazu, vom Corolla WRC über den Toyota Formel-1-Rennwagen bis zu Le-Mans- und WEC-Prototypen.

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Fast forward: Wie schnell Toyota mit dem MR2 das fahrdynamische Ideal fand

Wussten Sie schon?

Fast forward: Wie schnell Toyota mit dem MR2 das fahrdynamische Ideal fand

Wie jede geniale Erfindung hat auch der Toyota MR2 als erster asiatischer Mittelmotor-Sportwagen eine aufregende Vorgeschichte, die zurück reicht bis ins Jahr 1976. Damals - in der Zeit zwischen den ersten beiden weltweiten Ölkrisen - erlebten kompakte Sportler mit dem auch aus der Formel 1 bekannten Midengine-Layout einen ungeahnten Hype. Was aber führte zur Entwicklung des Toyota MR2 und mit welchem Fahrspaß-Konzept setzte der Klappscheinwerferkeil einen Meilenstein in der Sportwagengeschichte? Eine spannende Geschichte, die perfekt geeignet ist zum Posten und für Diskussionen mit Freunden, wenn es um das Thema Fahrspaß geht.

Klassische Sportwagenkompetenz modern interpretiert, diese Leitlinie bestimmte die Entwicklung des Toyota MR2, dessen Ursprünge sich tief in den 1970er Jahren finden. Damals, als vor allem traditionelle englische und italienische Roadster, Racer und Spider das Spielfeld der Sportwagen mit Fahrspaßmaschinen füllten, bis plötzlich Athleten wie VW-Porsche, Matra Bagheera, Fiat X1/9 oder Lancia Montecarlo mit Mittelmotor ganz neue Akzente setzten. Und Toyota? Der größte japanische Hersteller hatte 1965 mit dem Duo aus kleinem Sports 800 und dem damaligen Supersportler 2000GT erstmals weltweite Anerkennung gefunden. 1970 folgte dann die Celica, das meistverkaufte asiatische Sportcoupé aller Zeiten – passgenau zum Aufstieg von Toyota als weltweit viertgrößtem Automobilhersteller. Die erste Ölkrise von 1973/74 und zeitgleich aufkommende Diskussionen über neue Sicherheitsvorschriften für Cabriolets versetzten zwar dem globalen Sportwagenmarkt einen Dämpfer, aber Toyota nutzte seine erfolgreiche Expertise im Sportwagenbau 1976 dennoch für eine Neukonstruktion: Ein liebevoll „Middie“ genanntes Mittelmotor-Projekt.

Der neue japanische Zweisitzer sollte die Nachfolge des kompakten Toyota Sports 800 aus den 1960er Jahren antreten und besonders den nordamerikanischen Sportwagenfans jenen Adrenalin-Kick verschaffen, der mit dem Aussterben der klassischen englischen Roadster verloren ging. Und für diesen Fahrspaß setzte Toyota auf die konstruktiven Vorteile eines Mittelmotorautos. Wie in der Formel 1 fördert die Konzentration der Massen in der Mitte die Handlichkeit, sie lässt das Auto sehr agil in jede Kurve schwenken. Die Kunst der Abstimmung in Serienfahrzeugen liegt allerdings darin, die begierige Bereitschaft des Sportlers zur Richtungsänderung in sicheren Grenzen zu halten, damit übermütige Dreher vermieden werden. Möglich ist dies, wenn alle Komponenten ausgewogen abgestimmt sind, von der Lenkung über Fahrwerkssetup bis zu den Reifen. Eine Herausforderung, die die Toyota-Konstrukteure annahmen und – nach einer zweijährigen Unterbrechung durch die zweite globale Energiekrise - ab 1980 rekordverdächtig schnell bewältigten.

Die Tatsache, dass dieses unter dem Codenamen Toyota 730B geführte Sportwagenprojekt nicht auf ein früheres Toyota Mittelmotor-Fahrzeug aufbauen konnte, erschwerte zwar die Entwicklung, andererseits gab es so die Chance, ein vollkommen neues Highlight für die große globale Community bezahlbarer Sportwagen zu kreieren. Vorgestellt wurde der neue Toyota Runabout zuerst als Studie SA-X und kurz danach als seriennahes Concept Car SV-3 auf der Tokyo Motor Show 1983, die mit diesem emotionalen Mittelmotor-Renner zugleich ihr 25-Jahre-Jubiläum als wichtigste asiatische Messe feierte.

An die Frischluftfreunde hatten die Entwickler des Toyota SV-3 ebenfalls gedacht und optionale, herausnehmbare T-Bar-Dacheinsätze mit eingeplant. In den tristen 1980er, die von Produktionseinstellungen fast aller traditionellen offenen Zweisitzer geprägt waren, wirkte das nach oben offene Concept Car Toyota SV-3 wie ein neuer Sonnenkönig. Keine Überraschung daher, dass begeisterte Sportwagenfans bereits bei der Tokyo Motor Show Blindbestellungen für den zweisitzigen Toyota mit Fahrspaßgarantie aufgaben.

Toyota zeigte ein Herz für die Sportwagenenthusiasten und realisierte in nur sieben Monaten die Serienversion des Autos, das nun auch einen offiziellen Namen erhielt: Toyota MR2 ist eine Kurzform von „Midship Runabout 2-seater“ – frei übersetzt also ein kleiner, zweisitziger Mittelmotor-Sportwagen. Alternativ wurde MR2 auch als „midship-engine, rear-drive, 2-seater“ (Mittelmotor, Heckantrieb, 2-Sitzer) interpretiert. Oder „Mister Two“, wie die MR2 Community den Zweisitzer sofort nannte. Jetzt bleibt nur noch eins zu tun: Überzeugen Sie sich von der Faszination des MR2 auch beim virtuellen Thementag in der Toyota Collection am 4. April um 10:00 Uhr auf dem Facebook-Kanal der Toyota Collection: www.facebook.com/ToyotaCollectionDeutschland


Die spannendsten, schnellsten und schönsten Zahlen zur Toyota MR2-Story

Fun Facts in Zahlen

Die spannendsten, schnellsten und schönsten Zahlen zur Toyota MR2-Story

Dieser kleine Zweisitzer brachte vor 36 Jahren frischen Schwung ins Sportwagensegment, das damals erstarrt war. Zwei Ölkrisen und nachhaltige Diskussionen über das Verbot vermeintlich unsicherer Spider, Speedster und Roadster hatten das Angebot bezahlbarer Sportwagen drastisch reduziert, entsprechend enthusiastisch wurde 1984 der Toyota MR2 als Wiedergeburt sportlichen Fahrspaßes gefeiert. „Treibstoff für Träume“ und „Kleines Mittelmotor-Coupé made in Japan wird zur neuen Macht“, jubelte die Fachwelt, vereinte der Toyota MR2 doch die Talente einer kompromisslos sportlichen Mittelmotor-Fahrmaschine mit der Alltagstauglichkeit und Robustheit japanischer Großserientechnik. Mit diesem genialen Mix avancierte der MR2 zu einem globalen Kultauto in der Sportcars-Community.

Und wie alle Sportwagen ist auch der MR2 ein Zahlentyp. Denn Zahlen sind die wichtigsten Kenngrößen für Erfolge auf Straße und Strecke. Sie erfassen Rekorde, Rundenzeiten, Titelgewinne, Triumphe und technologische Spitzenwerte – und sie zaubern ein Grinsen der Gesichter aller Fans oder ungläubiges Staunen in die Mienen der Konkurrent. Hier zum Mitraten, Staunen, Schmunzeln und Weitererzählen die spannendsten Zahlen aus der Welt des „Mister Two“ – von 2 bis 2000.

  • 2000... im ersten Jahr des neuen Jahrtausends wurde im April die dritte und vorläufig letzte Serie des Toyota MR2 in Deutschland eingeführt und dies erstmals als puristischer Roadster im Mittelmotorlayout. Wer den kleinen Sonnensprinter mit quer eingebautem 1,8-Liter-Vierzylinder und munteren 103 kW/140 PS bei 6.400/min auch im Winterhalbjahr genießen wollte, konnte ein optionales, in Wagenfarbe lackiertes Hardtop ordern. Im Februar 2005 verabschiedete sich der MR2 von den deutschen Sportfahrern mit dem auf 100 Einheiten limitierten Sondermodell Edition S, aber erst zwei Jahre später erreichte der einzige Roadster unter den MR2 Generationen auch auf den anderen Märkten die Zielgerade. Die Ära kleiner japanischer Mittelmotorsportwagen war nun endgültig Geschichte, nicht aber der Spaß an klassischen Sportcoupé-Tugenden. Geringes, genau austariertes Gewicht, kompakte Dimensionen für höchste Agilität und Hinterradantrieb für puren Fahrspaß, das Ganze zu bezahlbaren Konditionen: Dieses Package hat der MR2 weitergegeben – an den Toyota GT86, der damit auch im Breitensport überaus populär und erfolgreich ist.
  • 977... Kilogramm, so gering war das Leergewicht des 1984 lancierten Toyota MR2, der konsequent auf Leichtbau getrimmt war und zugunsten maximalen Fahrvergnügens auch die Leergewichte der etablierten Mittelmotor-Konkurrenten unterbot. Hochfeste Stähle, viele Kunststoff-Teile und die gezielte Eliminierung jedes Gramms an überflüssigem Ballast garantierten dem MR2 ein vergleichsweise günstiges Leistungsgewicht von 7,87 Kilogramm pro PS für bestmögliche Fahrleistungen.
  • 339,686... km/h standen 1992 für einen Geschwindigkeits-Weltrekord. Pilot Dennis Aase stellte 1992 mit einem Toyota MR2 zweiter Generation diesen Klassenbestwert auf. Noch mehr Vmax-Potential verspricht nur der 2016 in den USA vorgestellte Toyota MR2-Umbau „White Lightning“, denn unter der Haube dieses Renners aus der zweiten MR2 Serie arbeiten angeblich 828 kW/1126 PS. Auf jeden Fall beweist der „White Lightning“, dass der MR2 weiterhin fit ist für neue Rekordanläufe.
  • 100... Exemplare plus ein Concept Car "Street Affair" umfasste die limited Edition Toyota MR2 Competition, die sich 2002 als Seelenverwandter zu den Toyota Formel-1-Racern präsentierte. Schon von weitem akustisch zu erkennen war der MR2 Competition an seinem durch die Formel 1 inspirierten Sportauspuff mit besonders sattem Sound. Dagegen holte das optionale sequentielle Schaltgetriebe Formel-1-Feeling auf die Straße. Eine außergewöhnliche Überraschung erwartete alle, die eines der ersten 50 Exemplare des MR2 Competition ergatterten: Die glücklichen Frühbucher konnten ihren Sportwagen ganz exklusiv direkt bei der Toyota Motorsport GmbH in Köln-Marsdorf übernehmen, inklusive einer Besichtigung der Formel-1-Autoschmiede – der Geburtsstätte des kompromisslosen Concept Cars „Street Affair“ in der Optik des Toyota TF 102 Formel-1-Fahrzeugs.
  • 55... Prozent auf der Hinterachse und 45 Prozent auf der Vorderachse: Mit fast idealer Gewichtsverteilung gibt sich der MR2 ähnlich agil wie Formel-Rennwagen. Voraussetzung dafür ist der vor der Hinterachse und damit mittig platzierte Motor. Immer wenn der Fahrzeugschwerpunkt in der Mitte liegt, greifen dort alle während der Kurvenfahrt auf das Auto wirkenden Kräfte an. Die enge Gruppierung der Fahrzeugmassen um diesen Punkt ergibt das neutrale, stabile Fahrverhalten und die schnelle Reaktion eines Mittelmotor-Sportwagens auf Fahrerbefehle. Gegenüber konventionell konstruierten Autos verfügen Mittelmotor-Modelle über ein neutraleres Fahrverhalten. Sogar für ein typisches Problem von Mittelmotorkonstruktionen konnte Toyota eine nachhaltige Lösung entwickeln: Das geringe Trägheitsmoment um die Hochachse begünstigt einerseits die Handlichkeit des Autos, schlägt andererseits im Grenzbereich in ein nervöses Fahrverhalten um. Für Abhilfe sorgt die optimierte Geradeauslaufstabilität des Toyota MR2, dessen Hinterräder eine Vorspureinstellung von beachtlichen fünf Millimetern bekommen.
  • 30... wie W30, also die dritte Generation des MR2, die 1999 debütierte und ein Jahr später in Serie ging. Obwohl der MR2 letzter Generation den Modellnamen bewahrte (in Japan lautete die Bezeichnung allerdings MR-S), stand er für ein neues Karosseriekonzept. Statt als ausgewachsenes Coupé mit T-Bar-Roof kam der dritte MR2 überraschend als kleinerer, leichterer und preisgünstigerer Roadster in die Schauräume. Dieser Toyota MR2 Roadster besaß alles, was zu Beginn des 21. Jahrhundert von bezahlbaren offenen Zweisitzern erwartet wurde, plus das damals in diesem Segment einzigartige Mittelmotor-Layout. Wie das Sportcoupé Toyota Celica litt der MR2 nach einigen sehr guten Verkaufsjahren unter dem damals globalen Rückgang im Sportwagenmarkt, so dass die MR2 Geschichte im Jahr 2007 endete nach insgesamt rund 300.000 verkauften Sportwagen aus allen drei Generationen. Aber der MR2 Roadster lebte als Sammlerauto weiter. Der soliden und verwindungssteif aufgebauten Karosserie des Toyota MR2 Roadster bescheinigten Prüforganisationen und Gebrauchtwagen-Ratgeber kaum Schwachstellen. Nicht einmal Rost sei ein großes Problem.
  • 24... Stunden von Le Mans. Beim berühmtesten Langstreckenrennen der Welt zeigte der MR2 ebenso wie bei den 1000 km von Suzuka auf überraschende Weise Präsenz. Der Toyota diente in den Jahren 1995 bis 1997 als technische Basis für den schnellen Rennwagen Sard MC8. In der Japanese Grand Touring Championship (später Super GT) demonstrierten die MR2 ihre Siegfähigkeit übrigens sogar gegenüber BMW M3, Porsche 911 und Ferrari F355 und so startete auch die dritte Generation des MR2 in dieser Serie.
  • 20... wie W20, mithin die zweite Generation des MR2. Diese debütierte 1989 und blieb länger im Angebot als alle anderen MR2. Vielleicht weil „Mister Two“ jetzt einen neuen Traum vom sportlichen Fahren realisierte, so wie er in den 1990er Jahren gefragt war. Toyota MR2 Chef-Designer Kunihiro Uchida wählte für den im Windkanal geglätteten Mittelmotor-Runabout weichere Formen ohne scharfe Ecken und Kanten und damit avancierte der Athlet zum sportlichen Trendsetter organischen Biodesigns. Tatsächlich war der um 26 Zentimeter auf 4,18 Meter Länge vergrößerte Leistungsträger so sehr Avantgarde, dass er zwölf Jahre lang aktuell blieb und erst im neuen Jahrtausend von der dritten MR2 Generation abgelöst wurde. Kein anderer Toyota Sportwagen wurde bisher über einen so langen Zeitraum ohne größere Designmodifikationen produziert und das in insgesamt 130.732 Einheiten. Der MR2 (W20) war ein Longseller, dem am Ende seiner Bauzeit von Fans und Fachleuten sofort der begehrte Klassikerstatus zugestanden wurde. Und der zeitgenössischen Roadster-Konkurrenz setzte er seine großen herausnehmbaren Dacheinsätze entgegen, ohne die der MR2 zum sonnenverwöhnten Luftikus mutierte. Der MR2 war aber auch immer gut für Überraschungen. Dazu gehörte das Showcar MRJ, mit dem Toyota 1996 demonstrierte wie verführerisch ein Runabout mit elektrisch versenkbarem Kohlefaser-Hardtop ist. Dieses keilförmig gezeichnete Concept Car machte als Coupé eine ebenso gute Figur wie als Roadster und war früher Vorbote für den drei Jahre lancierten MR2 Roadster (W30).
  • 16... Ventil-Technik charakterisierte den drehfreudigen Motor schon im ersten MR2. Dieser erste asiatische Großserien-16-Ventiler lieferte - seine Kraft an die Hinterräder und besitzt bis heute Kultstatus, zumal er auch das legendäre Corolla Coupé AE86 zu sportlichen Höchstleistungen trieb. Die Kombination aus innovativem und bis 6.600/min entwickelndem 16-Ventil-Motor mit Hinterradantrieb machten den Corolla AE86 zur ersten Wahl für Privatfahrer bei Rallyes, Rundstrecken und Drift-Trophies. Noch kompakter, leichter und agiler war der Toyota MR2 mit mittig angeordnetem Motor. Dabei handelt es sich um den gleichen, zuverlässigen und leistungsstarken Vierzylinder wie im Corolla AE86, natürlich ebenfalls in Verbindung mit Hinterradantrieb für den Hunger auf schnelle Kurven. Der im Rallyesport bewährte 16-Ventil-Vierzylinder entwickelte anfangs zwar gerade einmal 91 kW/124 PS Leistung, diese genügten im Toyota aber für ein gefühltes Temperament wie in weit stärkeren Racern. Vehementen Vorwärtsdrang vermittelt das 1,6-Liter-Triebwerk ab 4.500 Umdrehungen, den Zenit erreicht die Drehzahlnadel im Toyota bei 7.300 Touren, dann greift der Begrenzer ein – sonst wären sogar 8.000 Touren möglich. Trotz dieser stets soundstarken Drehzahlorgien erreichen gepflegte MR2 sensationelle Laufleistungen jenseits der 300.000-Kilometer-Marke – ebenfalls typisch Toyota.
  • 10... wie W10. So lautet der interne Typencode für die erste Generation des MR2 aus den Jahren von 1984-1990. Als 3,92 Meter kurzer Zweisitzer mit keilförmig flacher Front und markanten Klappscheinwerfern startete der Mittelmotor-Typ im Juni 1994 auf dem japanischen Heimatmarkt und entfachte dort einen solchen Hype, dass der Export erst im Folgejahr in Fahrt kam. In Nordamerika, dem weltweit größten Sportwagenmarkt, startete der MR2 im Februar 1985 und einen Monat später – sehnsüchtig erwartet - auch in Deutschland, dem anspruchsvollsten europäischen Markt. Nach oben offen war der MR2 in Deutschlandspezifikation anfangs durch ein Glashebedach, die geschlossene Coupédach-Version fand hierzulande keinen Absatz. Nach dem ersten Facelift gab es 1986 ein T-Bar-Roof für den MR2 und dazu einen geregelten Drei-Wege-Katalysator. Aber es ging auch noch offener: Die deutsche Karosseriefirma Schwan nahm sich den MR2 vor und transformierte das T-Bar-Roof 1986 zu einem klassischen einteiligen Targa-Konzept ohne Mittelsteg. Heute ist der in Deutschland von Schwan geöffnete Toyota MR2 eine von Liebhabern gesuchte Cabrio-Rarität.
  • 8,1... Sekunden genügten dem ersten Toyota MR2 im Jahr 1984 für den Standardsprint auf Tempo 100. Ein Wert mit dem sich Mitte der 1980er Jahre hochpreisige Supersportwagen schmückten und den der leichtgewichtige MR2 mit nur 91 kW/124 PS starkem 1,6-Liter-Vierzylinder erreichte. Noch heißblütiger war nur eine 121 kW/165 PS starke Kompressor-Version des MR2, die allerdings lediglich auf wenigen Märkten angeboten wurde.
  • 5... Gänge in Serie gab es 1984 schon beim ersten Toyota MR2 (W10). Damals keineswegs selbstverständlich bei Sportcoupés, die sich nicht selten noch mit Vierganggetrieben in Standardausstattung begnügen mussten. Der finale MR2 verfügte als einer der ersten Sportler seiner Klasse sogar über ein Sechsganggetriebe. Highlight im MR2 Roadster (W30) war jedoch ein sequenziell schaltbares Getriebe, ganz im Stil von Formel-1-Rennwagen.
  • 4... wie Vierradantrieb. Damit überraschte der von der Kölner Toyota Motorsport GmbH 1985 entwickelte, brutal starke MR2 mit der Typenkennung 222D. Der Allrad-Prototyp sollte in der Rallye-Weltmeisterschaft in der wilden Gruppe S an den Start gehen. Unter dem komplett hochklappbaren Fahrzeugheck des MR2 (222D) arbeitete ein 441 kW/600 PS starker 2,1-Liter-Turbomotor mit Trockensumpfschmierung, der leider nie auf Titelkurs ging, denn die Rallye Gruppe S wurde überraschend abgesagt, nachdem es in der Gruppe B zu tödlichen Unfällen gekommen war.
  • 3... wie SV-3. Unter diesem kryptischen Code debütierte der direkte Vorbote des Toyota MR2 im Jahr 1983 auf der 25. Tokyo Motor Show. Obwohl nur als Showcar ausgewiesen, löste der Mittelmotor-Runabout einen regelrechten Ansturm aus: Viele Messebesucher wollten den spektakulär gezeichneten Toyota Sportwagen sofort ordern.
  • 2... wie Pilot und Co-Pilot oder Mister Two. „Der wie ein Rennoverall eng geschnittene, aber perfekt sitzende Zweisitzer zieht seine Besatzung wie auf Schienen durch Kurven und Kehren - auch wenn der Gasfuß auf Kampflinie steht", notierte ein Fachmedium damals über den ersten MR2. Die „2“ signalisiert nebenbei übrigens auch zwei Gepäckabteile, denn unter der vorderen Klappe birgt der MR2 ein Volumen von 70 Litern und hinter dem Motor 142 Liter Stauraum. Genügend Raum für ein sportliches Wochenende zu zweit.

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