IHRE AUSWAHL: NEWSLETTER No.30 ALLE THEMENTAGE

Toyota Collection: 50 Jahre Toyota Celica: Japans meistverkauftes Sportcoupé

Toyota Collection: 50 Jahre Toyota Celica: Japans meistverkauftes Sportcoupé

Wer kennt sie nicht, die vielen amerikanischen Pony-Cars und europäischen Familien-Coupés, die vor 50 Jahren um die Krone des erfolgreichsten Alltagssportlers kämpften. Der eigentliche sportliche Überraschungs-Champion debütierte aber am 30. Oktober 1970 in Japan auf der Tokyo Motor Show. Mit dem formvollendeten Hardtop-Coupé Celica (TA22) präsentierte Toyota eine weltweit von Publikum und Fachwelt gefeierte sportliche Stilikone für erschwinglichen Fahrspaß. Über sieben Generationen blieb der Toyota Celica ein Siegertyp, der in 4,1 Millionen Einheiten zum meistverkauften asiatischen Sportcoupé avancierte und der die Herzen europäischer und amerikanischer Coupéfans höher schlagen ließ.

Damit nicht genug: Im Motorsport zählt der Celica mit insgesamt sechs Rallye-WM-Titeln zu den erfolgreichsten WRC-Racern aller Zeiten. Seine adrenalinhaltige DNA gab der über drei Jahrzehnte lang gebaute Celica weiter bis zum neuen Toyota GR Supra (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,5-6,3 l/100 km), startete doch 1978 der allererste Supra in Japan und Nordamerika als Celica Supra (A40) und auch der zweite, 1982 in Deutschland eingeführte Celica Supra (A60) war eine Evolution des Celica. Eine ganz besondere Hall of Fame finden die schönsten und schnellsten des Celica in der Toyota Collection, der einzigartigen Klassikersammlung auf dem Gelände von Toyota Deutschland.

In dieser Ausstellung legendärer und epochaler Toyota Modelle wird die ganze adrenalinhaltige Geschichte des Celica erzählt, dieses vielseitig talentierten Sportcoupés, mit dem in Asien eine neue Ära des Automobilbaus begann. Hatte Toyota 1965 mit dem 2000GT den ersten reinrassigen japanischen Supersportwagen vorgestellt, sollte im nächsten Schritt der unter Projektleiter Katsuhiko Nishida ab 1967 entwickelte Celica weltweite Maßstäbe setzen im Segment bezahlbarer viersitziger Sportcoupés. Gleichzeitig galt es für den Celica, seine Agilität und Zuverlässigkeit auf Rallyestrecken unter Beweis zu stellen. Als ersten Vorboten für das neue Sportcoupé enthüllte Toyota 1969 die dramatisch designte Studie EX-1, die vom Publikum überaus positiv aufgenommen wurde, deren Konturen und knapp dimensioniertes Cockpit allerdings vor allem für asiatische Märkte prädestiniert waren. Damit der kommende Celica auch amerikanische und europäische Käufer begeisterte, war es Katsuhiko Nishida wichtig, dass dieser Toyota als erstes japanisches Sportcoupé einer über 1,85 Meter großen Besatzung genügend Platz bot. Möglich machte das die technische Verwandtschaft des Celica mit der neuen Mittelklasselimousine Carina, die gemeinsam im eigens erbauten Toyota Werk Tsutsumi produziert wurden und das als erste japanische Autos mit Roboter-Unterstützung zugunsten optimaler Qualität und Kundenzufriedenheit.

Auch in der Formensprache hielt der Toyota Celica (TA22), was sein vom spanischen Wort „celestial“ für „überirdisch, himmlisch“ abgeleiteter Modellname, versprach. Überraschte der viersitzige Sportler doch durch atemberaubend elegante und schwebend-leichte Hardtop-Formen ohne konventionelle B-Säule und mit voll versenkbaren Seitenfenstern. Trotzdem zeigte sich die Coupé-Karosserie verwindungssteif, wie Fachleute bestätigten. Für schnelle Rundenzeiten auf Straße und Strecke sorgte die vergleichsweise aufwändige Fahrwerkstechnik mit unabhängiger Front- sowie hinterer Vierlenker-Radaufhängung im Zusammenspiel mit klassischem Hinterradantrieb, nicht zu vergessen die überaus drehfreudigen und gleichzeitig als beispielhaft zuverlässig geltenden Vierzylinder-Motoren. Es war dieser vor 50 Jahren außergewöhnliche Mix aus uneingeschränkter Alltagstauglichkeit und den dynamischen Qualitäten eines reinrassigen Racers, die den Toyota Celica zum bezahlbaren Traumwagen machte und Absatzrekorde erreichen ließ.

50 Jahre Toyota Celica: Japans meistverkauftes Sportcoupé


Obwohl im Herbst 1970 passend zum Start von Toyota Deutschland präsentiert, dauerte es noch über ein Jahr, bis die ersten Celica auf den Seeweg nach Deutschland gebracht wurden – und das eigentlich aus schönem Grund. Denn bereits die Bestelleingänge auf dem japanischen Heimatmarkt übertrafen alle Erwartungen, zumal der Celica (TA22) dort mit einem besonders breiten Programm aus bewährten 1,4-Liter-Motoren und neu konstruierten 1,6-Liter-Triebwerken angeboten wurde. Insgesamt 28 Motor- und Ausstattungskombinationen standen im Land der aufgehenden Sonne zur Wahl, dagegen fuhr der Celica in Deutschland zunächst nur in einer einzigen Version als 1600 LT mit 58 kW/79 PS an den Start, erst im September 1972 kam der Celica ST mit 63 kW/86 PS hinzu. Dennoch kam es sogar in Deutschland sofort zu Lieferzeiten, so sehr begeisterten das Design und die technischen Qualitäten des Sportcoupés die Kunden auf diesem damals bereits anspruchsvollsten, weil von fast allen Sportcoupé-Herstellern umkämpften Markt.

Wie macht man ein erfolgreiches Sportcoupé noch begehrenswerter? Ganz klar: Durch mehr Leistung und so debütierte im nächsten Schritt im September 1973 der Toyota Celica GT mit einem 97 kW/108 PS starken 1,6-Liter-Vierzylinder mit zwei oben liegenden Nockenwellen und zwei Doppelvergasern, der damit in die Tempobereiche deutscher V6- und englischer V8-Renner vorstieß. Noch temperamentvoller war der 1976 eingeführte, faceliftete Celica (TA23), den es sogar in alternativer Karosserieform als avantgardistischen Celica Liftback gab.

Nachdem bereits auf der Tokyo Motor Show 1971 ein Concept-Car im Shooting-Brake-Design namens Toyota SV-1 zum umlagerten Showstar avanciert war, erfüllte der größte japanische Automobilkonzern mit dem im Frühjahr 1976 eingeführten Celica Liftback diesen Traum vieler Sportwagenfans. Durch die weit aufschwingende Heckklappe konnte bequem sperriges Sportequipment wie Golfbags verladen werden. Optional ließ sich der Celica Liftback auch mit neuer 2,0 Liter-Spitzenmotorisierung ordern und dazu passendem ikonischem Typencode Toyota 2000GT als Referenz an den gleichnamigen Pionier unter den japanischen Supersportwagen.

Ob frühes Coupé erster Serie, schneller GT oder 2000GT Liftback mit langgestrecktem Fließheck, schon in der ersten Generation hatte jede Version des Celica einen eigenständigen Charakter und das setzte sich in der 1978 eingeführten zweiten Generation (Celica TA40) fort. Jetzt gab es erstmals auch Cabriolets, die in Deutschland vom Karossier Tropic als Celica Sunchaser realisiert wurden.

Präsentiert wird diese aufregend vielfältige Celica Welt in der Toyota Collection, dort finden sich etwa neben einem Celica Liftback 2000GT (TA23) auch gleich zwei Celica Liftback (TA40) in unterschiedlichen Ausstattungen und zeitgeistigen Farben. Ein Celica ST (TA22) von 1973 in damals spektakulär lichter und hochglänzender Metalliclackierung zählt ebenso zu den Stars der Ausstellung wie ein leuchtend roter früher Celica GT und ein rares Celica GT Sunchaser Cabriolet (TA40) von 1982. Den Tuninghype der autoverrückten 1970er reflektiert ein schwarzer Celica Liftback 2000GT (TA23) aus dem Jahr 1977. Natürlich sind auch alle Meilensteine der folgenden Celica Generationen in der Toyota Collection vetreten. So debütierte 1981 der dritte Celica (A60) mit dem ersten japanischen Großserien-16-Ventiler unter keilförmigen Coupé-Konturen. Wer einen noch leistungsfähigeren Gran Turismo wünschte, konnte 1982 das Spitzenmodell Celica Supra 2.8i (MA61) mit 125 kW/170 PS starkem Sechszylinder auch in Deutschland kaufen, der in der Toyota Collection durch ein weißes Sportcoupé inklusive des markanten Heckspoilers und der auffälligen Kotflügelverbreiterungen vertreten ist.

Der vierte Celica (T160) markierte 1985 den Wechsel auf modernen Frontantrieb, alternativ gab es aber auch den ersten Celica GT-Four, der über permanenten Allradantrieb verfügte und Toyota auf Rallyepisten souverän zu WRC-Siegen katapultierte und Carlos Sainz auf den Thron des Rallye-Weltmeisters 1990. Damit krönte der Celica seine Rallye-Karriere, die 1972 unter Ove Andersson begonnen hatte, dann Achim Warmbold 1980 das deutsche Championat sicherte und dem 272 kW/370 PS freisetzenden Celica Twin Cam Turbo den Ruf eines „King of Africa“ bescherte, denn die zuverlässigen Toyota galten auf Staub und im Schlamm als fast unschlagbar. Nochmals steigern konnte diese Siegesserie der fünfte Celica (T180), der von 1992 bis 1994 die damals unglaubliche Zahl von drei WRC-Fahrertiteln und zwei Titel in der Herstellerwertung errang. Auch auf der Straße setzte der Celica GT-Four als damals leistungsstärkstes Allrad-Sportcoupé mit 2,0-Liter-Vierzylinder Maßstäbe, ganz besonders in der von Fans gesuchten Sonderserie „Carlos Sainz“.

50 Jahre Toyota Celica: Japans meistverkauftes Sportcoupé

Klar, dass ein roter Celica Turbo 4WD „Carlos Sainz Limited Edition” (ST185) in der Toyota Collection nicht fehlen darf. Dagegen diente ein 1987 gebautes rotes Celica Cabriolet (T160) aus der Toyota Collection im Jahr 2019 als Trophy Car in Le Mans. Beim legendären Langstreckenklassiker avancierte der Kult-Japaner zum Publikumsliebling, lieferte er doch die Sieger-Trophäe zur Startaufstellung. 24 Stunden später war es das Team des Toyota TS050 Hybrid #8 um Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso, das den Pokal wie schon 2018 erneut in Empfang nehmen konnte und ihn nun zurück nach Köln brachte, dorthin, wo die Siegerfahrzeuge von Le Mans entstehen, in den Hallen von Toyota Gazoo Racing. Im Jahr 2020 komplettierte Toyota Gazoo Racing mit dem dritten Sieg in Folge den Hattrick in Le Mans, zugleich war es die glorreiche Abschiedsfahrt für den Toyota TS050 Hybrid.

Das vom deutschen Karossier Schwan realisierte rote Celica Cabriolet (T160) stand dagegen vor seiner späten Karriere als Trophy Car ab 1987 erst einmal für den Beginn der wildesten Celica Dekade. Denn auf den furiosen, vielfachen Rallye-Weltmeister Celica (T180) folgte schon 1993 die sechste Celica Generation. Dieses Coupé gab sich nochmals muskulöser – in Deutschland mit bis zu 178 kW/242 PS - und zugleich leichtgewichtiger für Fabelwerte auf Straße und Strecke, mit denen sogar italienischen Supersportlern Paroli geboten werden konnte.

50 Jahre Toyota Celica: Japans meistverkauftes Sportcoupé

Und dann gab es noch den 515 kW/700 PS freisetzenden Celica, mit dem Rod Millen im Juli 1994 eine neue Rekordzeit beim „Race to the Clouds“ auf den Pikes Peak herausfuhr. Zugleich wurde damit der Boden bereitet für den finalen siebten Celica (T230) von 1999, der in keilförmiger Linie konturiert war und dadurch schon im Stand sprungbereit wirkte. Die Leidenschaft der Sportcoupé-Fans verlieh dem Celica globalen Kultstatus und bewirkte, dass dieser Toyota über 36 Jahre gebaut wurde und damit länger und in größerer Stückzahl als alle Konkurrenten.

Die agile Celica Community lässt den Sportler sogar bis heute hochleben, wie die große Teilnehmerzahl an Celica Thementagen in der Toyota Collection zeigt. Und seine adrenalinhaltigen Gene als kompaktes Leichtbau-Coupé mit klassischem Hinterradantrieb, wie er die frühen Celica auszeichnete, gab der bezahlbare Pulsbeschleuniger konsequent weiter bis zum neuen Toyota GR Supra.

Insgesamt vereint die Toyota Collection nicht weniger als 17 hochkarätige Vertreter der Celica Dynastie, vom frühen Celica ST (TA22) bis zum starken Celica Supra. Außerdem präsentiert Deutschlands größte Toyota Sammlung fast 60 weitere Modelle aus der Unternehmenshistorie. Aktuelle Nachrichten über die Toyota Collection und Detail-Informationen zu Exponaten und Events gibt es auch per kostenlosem Newsletter, eine Anmeldung ist unter hier möglich.

50 Jahre Toyota Celica: Japans meistverkauftes Sportcoupé

Wissen zum Weitergeben: Stärker, schneller, schärfer: Die adrenalinhaltigen Zahlen zur Supra-Story

Wissen zum Weitergeben:

Toyota Celica: Fünf unbekannte Fakten über die rasante Karriere des Kultcoupés

Über sieben Generationen blieb der Toyota Celica ein Siegertyp, das weltweit meistverkaufte Sportcoupé seiner Klasse, vielfacher Rallye-Champion und immer bereit für neue Rekorde. Kurz, ein unwiderstehlicher Gewinner der Herzen, wie bis heute die große Fanszene beweist, die sich liebevoll um das 2006 aus der Produktion gegangene Kultcoupé kümmert. Wie alle Stars hat sich aber auch der Toyota Celica einige Geheimnisse bewahrt. Hier fünf kaum bekannte Fakten über die Fast-Forward-Karriere des erfolgreichsten asiatischen Sportcoupés.

Toyota Celica: Fünf unbekannte Fakten über die rasante Karriere des Kultcoupés

Fact 1 zur Celica Generation 1 (Typ TA22/TA23, Jahre 1970 bis 1978): Weltweit meistverkauftes Sportcoupé seiner Klasse – das Geheimnis des Erfolgs
Was machte den Toyota Celica zur Nummer eins unter den Mittelklasse-Coupés? Klar, jeder Celica-Fan weiß, dass die verführerischen Formen dieses viersitzigen Sportcoupés mit kessem Hüftschwung auf Anhieb begeisterten. Aber es war auch die beispiellose Vielfalt der Ausstattungsvarianten, mit der Toyota für jeden Markt den passenden Celica bereithielt.

So gab es gleich drei Getriebe, dies mit komfortbetonter Drei-Gang-Automatik oder als Handschalter mit vier und sogar fünf Gängen, wie sonst fast nur Supersportler bereithielten. Auch das Motorenangebot war umfangreich, die Basis lieferte ein drehfreudiges 1,4-Liter-OHV-Triebwerk mit kräftigen 63 kW/86 SAE-PS bei 6.000/min, darüber waren 1,6-Liter in verschiedenen Leistungsstufen positioniert. Fast unglaublich war das von Toyota auf dem Heimatmarkt eingeführte „Full Choice System“, das es erlaubte, den Celica in 15.000 unterschiedlichen Ausstattungsvarianten zu konfigurieren. Dieses Mega-Portfolio an Motoren, Getrieben, Farben und Interieurspezifikationen bot damals einzigartige Individualisierungsmöglichkeiten.

Zumindest in Japan, denn in Deutschland sah es ganz anders aus. Hier überraschte der Celica als erster „Luxus-GT aus Japan“ – so der Werbeslogan – mit einem im Konkurrenzumfeld beispiellosen All-Inclusive-Angebot. Zum sehr günstigen Preis von 10.480 Mark startete das „Celica de Luxe Coupé“ am Anfang 1972 mit 58 kW/79 PS starkem Motor und einer Serienausstattung, die durch Details begeisterte wie das bei den meisten Konkurrenten gar nicht angebotene sportliche Fünfgang-Schaltgetriebe. Auch Drehzahlmesser, Servobremsen oder wärmedämmende Verglasung sowie die für nur 122 Mark erhältlichen hochglänzenden Metalliclackierungen waren außergewöhnlich.

Trotzdem blieben Wünsche offen, vor allem der nach mehr Leistung. Schließlich gab der Toyota Celica im Jahr 1972 auch schon erste Kostproben seines motorsportlichen Potentials. Deshalb legte Toyota rasch nach, wie besonders der im Folgejahr eingeführte Celica GT demonstrierte. Mit 79 kW/108 PS entwickelndem 1,6-Liter-Motor konnte es das fernöstliche Coupé nun sogar mit europäischen Sechszylinder-Sportlern aufnehmen.

Toyota Celica: Fünf unbekannte Fakten über die rasante Karriere des Kultcoupés

Fact 2 zur Celica Generation 1 (Typ TA22/TA23, Jahre 1970 bis 1978): Mit den Insignien des ersten japanischen Supersportwagens
„Target 10.000“ lautete 1973 die ambitionierte Zielvorgabe für die monatlichen auf dem japanischen Heimatmarkt verkauften Stückzahlen des Toyota Celica. Der Samurai löste auch diese Aufgabe bravourös und bewährte sich einmal mehr als weltweit begehrenswertester, weil innovativster Bestseller seiner Klasse. Möglich machte das damals der Celica Liftback. Während die europäischen Coupés noch durch kleine Kofferraumklappen zu beladen waren, präsentierte Toyota bereits im April 1973 den Celica in zweiter Karosserieform als Liftback mit langgestrecktem Fließheck im Stil eines praktischen Kombicoupés. Aber auch die Linien eines legendären Gran Turismo ließen sich im Celica Liftback wiederfinden, schließlich hatte Toyota 1965 den mythischen 2000GT als Urmuster für alle asiatischen Supersportwagen vorgestellt und das im aufregenden Fastback-Design. Deshalb durfte die mit einem kräftigen 2,0-Liter-Motor ausgerüstete Topversion des Celica Liftback das berühmte Typenschild 2000GT tragen. Nach Deutschland kam das rassige Celica Kombicoupé übrigens erst 1976, dafür bescherte dem 2000GT ein zwischenzeitlich erfolgtes Facelift sieben Zentimeter zusätzlichen Radstand, der die Konturen des Coupés noch vorteilhafter streckte.

Toyota Celica: Fünf unbekannte Fakten über die rasante Karriere des Kultcoupés

Fact 3 zur Celica Generation 2 (Typ TA40, Jahre 1978 bis 1982): Das Coupé kann auch Cabrio
Mit der 1978 in Europa eingeführten zweiten Generation boten Celica Coupé und Liftback erstmals die Basis für eine dritte Karosserieform, das Cabriolet. Die 1980er Jahre waren eine freudlose Zeit für alle Frischluftfans. Entsprechend groß war die Begeisterung, als Japans erfolgreichstes Sportcoupé nun ein Cabrio-Revival einleitete. Karossiers wie American Custom Coachworks in den USA und in Deutschland der Crailsheimer Karossier Tropic transformierten dafür sowohl Celica Coupé als auch Liftback zu Vollcabriolets. Alternativ gab es von Tropic den Celica Sunchaser mit herausnehmbarem Targadach und hinterem Faltverdeck. Obwohl die Umbau-Preise für den Platz an der Sonne bezahlbar waren, blieb die Auflage des Celica Sunchaser klein. Einer der seltenen Sonnenjäger zählt heute zu den Stars der Toyota Collection. Einzigartig machen ihn die Autogramme von Ralf Schumacher und Olivier Panis auf der Motorhaube, beide Rennfahrer zählten zu den Stars im Formel 1 Team von Toyota Racing.

Fact 4 zur Celica Generation 3 (Typ TA60, Jahre 1981 bis 1985): King of Africa
Leistung zählte in den technik- und tempoverrückten 1980ern und der dritte Toyota Celica setzte sich an die Spitze des Hightech-Wettrennens. Einen Blick in die Zukunft der Motorentechnologie gewährte Japans erster Großserien-16-Ventiler mit Bordcomputer, elektronischer Benzineinspritzung und automatischer Ansaugluft-Steuerung (T-VIS), der in der Toyota Celica damals stolze 91 kW/124 PS bei 6.600/min entwickelte. Wer Lust auf noch mehr Leistung verspürte, konnte das neue sportliche Spitzenmodell Celica Supra 2.8i ordern mit 125 kW/170 PS starkem 2,8-Liter-Sechszylinder und elektronisch gesteuerter optionaler Viergang-Automatik mit innovativem Overdrive. Brutal brachial war aber vor allem der Celica Twin Cam Turbo mit zwei oben liegenden Nockenwellen, der die berühmt-berüchtige Gruppe B in der Rallye-WM aufmischte. Mit einem Mix aus bis zu 272 kW/370 PS starken Motoren und außergewöhnlicher Robustheit konnten sich diese hinterradangetriebenen Rallye-Racer regelmäßig gegen neue Allrad-Konkurrenten durchsetzen und in vier Jahren sechs von acht afrikanischen Rallyes gewinnen. Schon ein Sieg bei der Safari Rallye galt damals als Ritterschlag für Rallyeteams, aber gleich sechs Triumphe? Solche Superlative setzten nur Könige, weshalb der Celica von der Sportwelt zum inoffiziellen King of Africa inthronisiert wurde.

Fact 5 zu den Celica Generationen 4 bis 6 (Typ T160, Jahre 1985 bis 1989; Typ T180, Jahre 1989 bis 1994; Typ T200, Jahre 1993 bis 1999): Auf allen Vieren
Heute ist es der von Toyota Gazoo Racing (TGR) entwickelte Toyota GR Yaris (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 8,3 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 184 g/km), der Motorsporterfahrungen mit permanentem Allradantrieb auf die Straße bringt. Damit setzt er auf ein Antriebsprinzip, mit dem schon der 1985 lancierte Toyota Celica T160 eine Revolution einleitete. Rallye-Fans wissen, was geschah: Der Celica GT-Four katapultierte Toyota via Vierradantrieb souverän zu WRC-Siegen und Carlos Sainz auf den Thron des Rallye-Weltmeisters 1990. Es war der erste Fahrertitel für einen japanischen Hersteller. Wer mit permanentem Allradantrieb mit Zentraldifferential und -sperre die Tücken des Alltagsverkehrs schneller und sicherer bewältigen wollte, konnte auch die Serien-Celica als immerhin 136 kW/185 PS starken GT Turbo ordern. Die Vmax des Turbo gab Toyota mit 220 km/h an, ausreichend Tempo für die Pole Position als schnellster 4x4-Vierzylinder.

Aber da ging noch mehr, wie der 1989 fünfte Toyota Celcia T180 vorführte. Jetzt waren es bis zu 165 kW/225 PS die der Celica Turbo GT-Four in manchen Märkten über den Allradantrieb auf die Straße brachte, ausreichend Power für die Pole Position als leistungsstärkster 2,0-Liter-Vierzylinder der Welt. Hierzulande war es mit 153 kW/208 PS in der Celica Turbo 4WD kaum weniger Pferdestärken. Zur fast unschlagbaren Größe avancierte der Toyota Celica GT-Four außerdem in der WRC, wo der 213 kW/290 PS freisetzende Racer von 1992 bis 1994 die damals unglaubliche Zahl von 16 Weltmeisterschaftsläufen gewann. Drei WRC-Fahrer-Weltmeisterschaften und zwei WRC-Weltmeistertitel 1993 und 1994 in der Herstellerwertung krönten die sportliche Triumphfahrt.

Was konnte da noch kommen? Die 1993 eingeführte sechste Celica Generation mit einem 178 kW/242 PS entwickelnde Spitzenaggregat im Allrad-Homologationsmodell Celica GT-Four. Serientaugliche Renntechnik und in Tests der Fachpresse sogar Fabelwerte von 5,9 Sekunden für den Tempo-100-Sprint sowie 245 km/h Vmax – das waren damals atemberaubende Superlative und heute Inspiration für den neuen Toyota GR Yaris zu frischen Höchstleistungen.


Toyota Collection





ICH MÖCHTE MEHR ÜBER DIE TOYOTA COLLECTION ERFAHREN


Sie haben Fragen oder möchten einen Termin mit Freunden, Bekannten oder Kollegen für eine Führung haben? Bitte füllen Sie das unten angefügte Formular aus und übersenden uns Ihr Anliegen auf dem schnellsten Weg.
Wir sammeln die benötigten Informationen bzgl. Ihrer Anfrage und setzen uns mit Ihnen in Verbindung.


KONTAKTIEREN SIE UNS AUCH GERNE TELEFONISCH:
(per E-Mail oder Telefon Mo.-Fr., 8:00 - 16:30 Uhr)